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11.12.2019, 14:38

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Autor Thema: Buch: "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff  (Gelesen 31783 mal)

Online Ruby

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Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit <--- Ich bin ein Link

Ich habe dieses Buch gelesen und kann es nur empfehlen  :topp1:

LG
Ruby

Hast du das Buch Ruby?

Ja, das liegt momentan bei meiner Freundin. Aber ich glaub die liest das nicht...

Winy

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Hallo  :wave:

ich fand das erste Buch besser als das zweite. Im ersten stehen sozusagen die Grundlagen drin. Bei uns in der Kita hat es die Chefin zur Pflichtliteratur für alle Erzieherinnen und Heilpädagoginnen erklärt!  :topp1:

Liebe Grüße,
Winy :winy:

Winy

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P.S. Ich hatte es hier auch schon mal als Empfehlung drin:

http://www.familienfarben.de/index.php?topic=739.0

Liebe Grüße,
Winy :winy:

Offline fidgety

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@kathi: also ich an Deiner Stelle würde auf jeden Fall das 1. Buch kaufen und auch zuerst lesen. Fand es nicht unbedingt besser, aber es ist schon irgendwie die Basis und das 2. Buch dann noch der "Aufbau.

Offline kathi

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@kathi: also ich an Deiner Stelle würde auf jeden Fall das 1. Buch kaufen und auch zuerst lesen. Fand es nicht unbedingt besser, aber es ist schon irgendwie die Basis und das 2. Buch dann noch der "Aufbau.

Danke :blumen:
Werd ich machen  ;) Mal schauen, vielleicht bekomm ich´s irgendwo gebraucht.



Offline Antonia2102

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Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit <--- Ich bin ein Link

Ich habe dieses Buch gelesen und kann es nur empfehlen  :topp1:

LG
Ruby

Hast du das Buch Ruby?

Ja, das liegt momentan bei meiner Freundin. Aber ich glaub die liest das nicht...

Wenn du es mal wiederhast, darf ich es mir mal holen?

Sag mal wollen wir uns in den Ferien endlich mal zum Frühstück treffen? Bring Brötla mit  ;) :lach

:schildi: 48 :biene: 37 :sd: 5

Svelani

  • Gast
Ich hab das Buch jetzt fast durch und finde es.... völlig daneben.  :rotwerd:
Naja, nicht völlig, einige gute Ansätze sind schon drin, aber die Kernaussage stimmt für mich überhaupt nicht!
Ich werde mir das Folgebuch jedenfalls sparen.  :flöt:

Online Ruby

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Wenn du es mal wiederhast, darf ich es mir mal holen?

Sag mal wollen wir uns in den Ferien endlich mal zum Frühstück treffen? Bring Brötla mit  ;) :lach

Na klar :-) Frühstück? Aber gern :topp1: Nächste Woche vielleicht?


Ich hab das Buch jetzt fast durch und finde es.... völlig daneben.  :rotwerd:
Naja, nicht völlig, einige gute Ansätze sind schon drin, aber die Kernaussage stimmt für mich überhaupt nicht!
Ich werde mir das Folgebuch jedenfalls sparen.  :flöt:

Warum findest du es daneben?

Svelani

  • Gast

Ich hab das Buch jetzt fast durch und finde es.... völlig daneben.  :rotwerd:
Naja, nicht völlig, einige gute Ansätze sind schon drin, aber die Kernaussage stimmt für mich überhaupt nicht!
Ich werde mir das Folgebuch jedenfalls sparen.  :flöt:

Warum findest du es daneben?

Ich kann seine These, dass all die Probleme, die Kinder seit einigen Jahren haben (was ich nicht anzweifle), ausschließlich aus der partnerschaftlichen Beziehung zu den Eltern resultieren, nicht nachvollziehen.
Für mich sind es ganz andere Gründe, die dazu führen, dass Kinder sich nicht mehr benehmen/konzentrieren können bzw. keinen Respekt mehr vor Erwachsenen haben. Es sind nämlich in der Realität nicht die Kinder auffällig, die zu Hause "partnerschaftlich" behandelt werden, sondern aus meiner Erfahrung sind die Kinder auffällig, die nicht beachtet werden, die keine Perspektive haben, deren Eltern sich nicht kümmern, die respektlos behandelt werden etc. Und das ist alles andere als partnerschaftlich.  ;)

Online Ruby

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Kann ich so nicht zustimmen. Natürlich sind die Kids auffällig, die vernachlässigt, usw. behandelt werden. Aber Kinder brauchen auch eben die "Grenze" Eltern/Kind. Wenn Kinder mit Eltern reden wie mit ihren Schulfreunden und auch genau so ein Verhältnis zu ihnen haben ist es genauso problematisch.

Winterhoff meint nicht, dass man zu Kids nicht nett, lieb, fürsorglich sein soll und keinen freundschaftlichen Umgang mit ihnen haben soll. Aber es gibt eben Dinge, die "Erwachsenensache" sind und die Kids nichts angehen. Diese Grenzen verwischen zunehmend, denn man hat nicht mehr die Ebene Eltern/Kids, sondern gleichberechtigter Freunde. Zumindest tendiert es doch sehr stark dahin.

Kinder sind nicht meine Partner. Mein Mann ist mein Partner ;) Kinder sind meine Kinder und das ist doch ein sehr großer Unterschied zu dem, was mein Mann für mich ist.
Allein schon was "die Rechte" betrifft. Meine Mann darf meine Post öffnen, meine Kinder haben die Finger davon zu lassen! Solche Dinge eben ;) Auch geht meine Kinder mein Sexualleben nichts an - auch nicht, wenn sie 17 sind.
« Letzte Änderung: 22.08.2009, 11:44 by Rubenslady »

Töfchen

  • Gast
ich habe genau über die These auch nachgedacht. Und gerade bei dem Thema, das bei uns jetzt ansteht, kamen mir auch meine Zweifel an der Theorie.

Soll ich den Kindern jetzt verheimlichen, dass mit dem Bauchzwerg irgendwas nicht in Ordnung ist, weil es ja ein Erwachsenenthema ist und ihnen dann irgendwelche Märchen erzählen, warum wir nun doch kein Baby bekommen.

Oder anderes Beispiel, soll ich ihnen sagen, dass Patricia nicht mit ihn Urlaub kann, weil deren Mama keine Lust hat, einen finanziellen Beitrag zu leisten oder soll ich sagen, dass es zeitlich grad nicht passt.

Ich meine damit, ist es wirklich besser, den Kindern irgendwelche fadenscheinigen Erklärungen zu geben, als offen mit ihnen über Dinge zu reden, die vielleicht "Elternsachen" sind ? Hmmm ich weiss nicht, ob man das so pauschalieren kann, wie Michael Winterhoff das tut

Svelani

  • Gast
Natürlich kann man Kinder nicht genauso behandeln wie Erwachsene. Man muss sie auch nicht an allem teilhaben lassen, womit sie überfordert sind. In dem Punkt gebe ich dem Autor durchaus recht.
ABER das ist für mich nicht der Grund für die immer häufiger auftretenden Defizite der Kinder.

Er kritisiert ja in dem Buch sogar, dass Kinder heutzutage länger brauchen, um trocken zu werden oder dass es nunmal Kinder gibt, die im Kiga lieber in der Ecke mit sich selber spielen als mit den anderen Kindern. Genau diese beiden Punkte haben mich getroffen! Und es ist eben nicht einfach damit zu erklären, dass ich meinen Kindern genauso respektvoll begegne wie einem Erwachsenen. Und es ist auch nicht damit getan, dass die Erzieherin mal eben das Kind animiert, mit den anderen Kindern zu spielen und es mittenrein setzt.
Er macht es sich da viel zu einfach!

Die Ursachen für die Veränderung im Verhalten der Kinder liegt mit Sicherheit bei den Eltern und deren Erziehung, aber eben nicht im partnerschaftlichen Umgang mit den Kindern. Das ist aber nur meine Meinung.  ;)
Wahrscheinlich haben aber der Winterhoff und ich einfach eine andere Auffassung von Partnerschaftlichkeit.  :augenroll:

Svelani

  • Gast
Ich meine damit, ist es wirklich besser, den Kindern irgendwelche fadenscheinigen Erklärungen zu geben, als offen mit ihnen über Dinge zu reden, die vielleicht "Elternsachen" sind ? Hmmm ich weiss nicht, ob man das so pauschalieren kann, wie Michael Winterhoff das tut

Noch schlimmer finde ich, dass der Winterhoff dazu rät, den Kinder zu sagen "das geht dich nichts an, du bist ein Kind, das verstehst du noch nicht."

Irgendwie ist das nicht meine Auffassung von aufgeklärter Erziehung.  :augenroll:

Online Ruby

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  • Michi(1997) Lady(1998) Ben(2007)
Nein, ich denke schon, dass man in Töfchens Fall darüber reden kann. Warum sollte man Kindern nichts erklären.

Aber es gibt eben Dinge die sich nichts angehen und dazu gehört z.B. meine Post. Da haben sie grundsätzlich nichts zu suchen, aufzumachen, zu lesen. Mein Partner aber darf das selbstverständlich. Und da ist der Unterschied. Es gibt Dinge, die gehen nur Eltern etwas an.

Beispiel auch erst letzte Woche:
Lady war bei der Oma und die Nachbarin kam und wollte ihr Herz ausschütten, aber Lady ging einfach nicht, obwohl Oma ihr mehrfach deutlich machte sie soll gehen. In einem Nachgespräch sagten wir ihr dann, dass es Dinge gibt, die sie nichts angehen und die Nachbarin und Freundin der Oma hier nur mit der Oma alleine reden wollte.

Eben, es geht Lady nichts an. Hier werden Grenzen gezogen. Oft erlebe ich es durchaus, dass es diese Grenzen nicht mehr gibt und alles vor und auch mit den Kindern besprochen wird.

Aber Töfchen, bei euch geht es doch die Familie etwas an und deine Kids freuen sich doch auch auf ihr Geschwisterchen. Ich würde ihnen schon sagen, dass das Kind krank ist und nicht leben kann - sofern sich das so bestätigt. Ob ich das Wort Abtreibung nehmen würde bezweifel ich aber, weil es ja in Diskussionen oft ganz anders belegt ist und die Kids das in dem Alter nicht trennen können.

Chaja

  • Gast
ich muss Svelani mal zustimmen: Ich finde das Buch und Herrn Winterhoff auch daneben. Das sind für mich nur wieder dieselben Autoritäts-Knuten-Prinzipien wie schon vor 100 Jahren, nur in neuem Gewand. Und praktische Alltagshilfe kriegt man auch keine.

Partnerschaftliches Verhalten mit Kindern hat etwas mit Respekt zutun und nicht mit Missbrauch. Natürlich gibt es auch Erwachsene, die ihre Kinder als Partnerersatz missbrauchen. Genauso wie es Erwachsene gibt, die ihre Kinder schlagen. Aber das allein erklärt nicht die Probleme in unserer Gesellschaft - für mich stellt das eine völlig unzulässige Verschiebung gesamtgesellschaftlicher Probleme in die Familien dar. Kein Wunder, dass offenbar alle - politisch (einfluss)eichen - Stellen von dem Buch so begeistert sind und es daher in so kurzer Zeit solche  Medienpräsent erreichen konnte. "Erzieht Eure Kinder zu ordentlichen Staatsbürgern, die nicht aufmucken!!  :achja: